Wärmepumpe oder Gasheizung? Unterschiede, Kosten & Entscheidungshilfe
Aktualisiert am 20.11.2025 · BobbyCheck Redaktion
Steht eine neue Heizung an, fällt die Wahl häufig zwischen Gasheizung und Wärmepumpe. Beide Systeme haben Vor- und Nachteile – bei Kosten, Effizienz und Umweltbilanz. Dieser Überblick hilft dir bei der Einordnung.
1. Wie funktioniert eine Gasheizung?
Eine Gasheizung verbrennt Erdgas (oder Flüssiggas) und erzeugt damit Wärme für Heizkörper und Warmwasser. Moderne Brennwertgeräte nutzen auch die Abwärme der Abgase.
- Bewährte Technik, seit vielen Jahren im Einsatz.
- Relativ kompakte Geräte, gut für viele Bestandsgebäude geeignet.
- Abhängig von Gaspreis und Versorgungssituation.
2. Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe nutzt Umweltwärme aus Luft, Erde oder Grundwasser und „pumpt“ sie mit Hilfe von Strom auf ein nutzbares Temperaturniveau. Sie arbeitet umgekehrt wie ein Kühlschrank.
- Hohe Effizienz, wenn das System gut geplant ist.
- Besonders geeignet für gut gedämmte Gebäude und Flächenheizungen (z. B. Fußbodenheizung).
- Erzeugt keine lokalen Emissionen, aber Strommix spielt eine Rolle.
3. Investitionskosten vs. laufende Kosten
In vielen Fällen gilt:
- Gasheizung: geringere Anschaffungs- und Installationskosten, dafür abhängig von zukünftigen Gaspreisen.
- Wärmepumpe: höhere Anfangsinvestition, dafür können die laufenden Kosten bei passendem Gebäude niedriger sein.
Langfristig spielt die Entwicklung von Energiepreisen eine große Rolle – ebenso die Frage, ob Förderungen verfügbar sind. Informiere dich hierfür zusätzlich bei offiziellen Stellen oder deinem Energieberater.
4. Welche Heizung passt zu welchem Gebäude?
Die Gebäudesituation ist ein zentraler Faktor:
- In gut gedämmten Häusern mit Fußbodenheizung oder großen Heizflächen kann eine Wärmepumpe ihre Stärken ausspielen.
- In älteren, kaum sanierten Gebäuden ist oft zunächst eine bessere Dämmung sinnvoll, bevor eine Wärmepumpe wirklich effizient läuft.
- Eine Gasheizung kann in manchen Bestandsgebäuden einfacher nachzurüsten sein – ist aber von der künftigen Gesetzeslage und Infrastruktur abhängig.
5. Umweltaspekte im Vergleich
Eine Wärmepumpe kann – vor allem mit Ökostrom – deutlich weniger CO₂ verursachen als eine Gasheizung. Bei Gas werden fossile Energieträger verbrannt, was klimapolitisch zunehmend kritisch gesehen wird.
Wie groß der Unterschied konkret ist, hängt vom individuellen Strommix, vom Wärmepumpentyp und vom Zustand des Gebäudes ab.
6. Was du bei der Planung beachten solltest
Egal, für welches System du dich interessierst: Eine individuelle Beratung vor Ort ist wichtig. Zur Vorbereitung kannst du:
- Deinen aktuellen Heizenergieverbrauch der letzten Jahre prüfen.
- Mit einem Heizungsbauer oder Energieberater über Möglichkeiten und Alternativen sprechen.
- Aktuelle Informationen zu Förderprogrammen und gesetzlichen Rahmenbedingungen einholen.
Fazit: Es gibt keine Lösung für alle
Ob Wärmepumpe oder Gasheizung besser passt, lässt sich nicht pauschal beantworten. Es kommt auf Gebäudezustand, Budget, langfristige Pläne und deine persönliche Haltung zu Klimaschutz an.
In jedem Fall lohnt sich ein Blick auf deine aktuellen Gastarife und Stromtarife, um kurzfristig Kosten zu senken – unabhängig davon, welche Heizung bei dir läuft.