Internetanschluss vergleichen: DSL, Kabel oder Glasfaser?
Aktualisiert am 20.11.2025 · BobbyCheck Redaktion
Schnelles und stabiles Internet ist heute Standard – ob fürs Homeoffice, Streaming oder Gaming. Doch welcher Anschluss passt zu dir: DSL, Kabel oder Glasfaser? Hier bekommst du einen Überblick über die wichtigsten Unterschiede.
1. DSL: der klassische Anschluss über die Telefonleitung
DSL nutzt die bestehende Telefonleitung. Vorteile:
- Weit verbreitet, auch in vielen ländlichen Regionen verfügbar.
- Stabile Verbindung, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis je nach Region.
Allerdings sind die Bandbreiten begrenzt – besonders im Upstream – und stark abhängig von der Leitungsqualität und Entfernung zum Verteiler.
2. Kabel-Internet: hohe Bandbreiten über das TV-Kabel
Kabel-Internet läuft über das Fernsehkabelnetz. Typische Merkmale:
- Sehr hohe Downloadgeschwindigkeiten möglich.
- Oft attraktive Kombiangebote mit TV- und Telefonpaketen.
In manchen Gebieten kann es allerdings zu Leistungseinbrüchen kommen, wenn viele Haushalte gleichzeitig aktiv sind („Shared Medium“).
3. Glasfaser: die Zukunft des Festnetzinternets
Glasfaseranschlüsse bieten sehr hohe Bandbreiten und gute Latenzzeiten:
- Download und Upload können auf hohem Niveau möglich sein.
- Stabile Verbindung, zukunftssicher für datenintensive Anwendungen.
Noch ist Glasfaser nicht überall verfügbar. Häufig sind Bauarbeiten notwendig, bevor ein Haus angeschlossen werden kann.
4. Geschwindigkeit – wie viel brauchst du wirklich?
Viele Tarife werben mit hohen „bis zu“-Geschwindigkeiten. Wichtig ist, was du im Alltag wirklich brauchst:
- Single-Haushalt: oft reichen 50–100 Mbit/s.
- Familie mit mehreren Streams und Homeoffice: eher 100–250 Mbit/s oder mehr.
- Intensives Gaming und große Uploads: hier ist ein guter Upload besonders wichtig.
Im Zweifel lieber etwas Reserve einplanen – aber keine überdimensionierten Tarife buchen, die du nie ausnutzt.
5. Wichtige Vertragsdetails beim Internetanschluss
Achte neben der Technik auch auf die Vertragsbedingungen:
- Mindestlaufzeit (z. B. 24 Monate) und Kündigungsfrist.
- Preis nach Ablauf eines möglichen Rabattzeitraums.
- Routerkosten (Miete oder Kauf).
- Ggf. Geschwindigkeitsangaben im Kleingedruckten (minimale, normale und maximale Geschwindigkeit).
6. WLAN im Zuhause: der Anschluss ist nur der erste Schritt
Selbst der beste Anschluss bringt wenig, wenn das WLAN zuhause schlecht verteilt ist. Denk deshalb auch an:
- Gute Position des Routers (möglichst zentral, nicht im Schrank).
- Bei Bedarf WLAN-Repeater oder Mesh-Systeme.
- Aktuelle Firmware und sichere Verschlüsselung.
Fazit: Technik & Vertrag gemeinsam betrachten
Ob DSL, Kabel oder Glasfaser – entscheidend ist, was an deinem Wohnort verfügbar ist und zu deinen Nutzungsgewohnheiten passt. Vergleiche daher sowohl die Technik als auch die Vertragskonditionen.
Mit einem Internet- und Kombi-Pakete-Vergleich bekommst du einen schnellen Überblick über passende Angebote in deiner Region.