Notgroschen aufbauen: Dein finanzielles Sicherheitsnetz
Aktualisiert am 20.11.2025 · BobbyCheck Redaktion
Waschmaschine kaputt, unerwartete Autoreparatur oder Nachzahlung von der Nebenkostenabrechnung – solche Überraschungen sind ärgerlich, aber normal. Ein Notgroschen sorgt dafür, dass du solche Ausgaben bezahlen kannst, ohne direkt ins Minus zu rutschen.
1. Wie hoch sollte ein Notgroschen sein?
Die Faustregel vieler Experten: 3 bis 6 Monatsausgaben als finanzielle Reserve. Wie viel für dich sinnvoll ist, hängt von deiner Situation ab:
- Stabile Festanstellung, kein Auto, geringe Fixkosten → eher am unteren Ende (3 Monate).
- Familie, Auto, vielleicht selbstständig → eher am oberen Ende oder noch mehr.
Wichtig ist, dass du dir ein realistisches Ziel setzt – lieber klein anfangen als gar nicht beginnen.
2. Wo solltest du den Notgroschen parken?
Ein Notgroschen ist kein Investment, sondern eine Sicherheitsreserve. Daher zählt: Sicherheit und schnelle Verfügbarkeit sind wichtiger als maximale Rendite.
- Tagesgeldkonto: gute Wahl, da täglich verfügbar und meist etwas verzinst.
- Getrenntes Girokonto: möglich, aber Gefahr, dass du das Geld „aus Versehen“ nutzt.
Für längerfristige Geldanlage eignen sich andere Produkte – hier geht es nur um die Liquiditätsreserve.
3. Schritt für Schritt zum Notgroschen
Wenn du nicht von heute auf morgen mehrere Tausend Euro zur Seite legen kannst, ist das völlig normal. So kannst du vorgehen:
- Budgets checken und regelmäßige Sparrate festlegen (z. B. 50–150 € pro Monat).
- Dauerauftrag auf dein Tagesgeldkonto einrichten.
- Variable Einnahmen (Bonus, Steuererstattung) zusätzlich in den Notgroschen schieben.
Nutze ein Haushaltsbuch, um Sparpotenziale im Alltag zu finden.
4. Notgroschen und Schulden – was zuerst?
Wenn du Schulden hast, stehst du vor der Frage: Zuerst Schulden tilgen oder Rücklage aufbauen?
Sinnvoll kann eine Kombination sein:
- Kleinen Notgroschen (z. B. 500–1.000 €) aufbauen, um akute Notfälle abzufangen.
- Danach den Fokus stärker auf den Schuldenabbau legen.
Mehr dazu findest du im Ratgeber Schuldenmanagement.
Fazit: Ruhe im Kopf statt ständige Sorge
Ein Notgroschen ist kein Luxus, sondern eine wichtige Grundlage für entspanntere Finanzen. Du musst nicht perfekt starten – wichtig ist, dass du überhaupt anfängst und dein Sicherheitsnetz Schritt für Schritt aufbaust.